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Männergesangverein 2011

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Der Männergesangverein Bökenförde wird 90 Männergesangvereine galten im 19. und Anfang des
20. Jahrhunderts als eine „große populäre Säule von Musik“ (Thomas
Nipperdey). Und so ist es nicht verwunderlich, dass gerade in dieser
Zeit viele Männergesangvereine gegründet wurden. In Bökenförde hielt 1921 der Bökenförder Lehrer
Anton Oberreuter einen Vortrag zu diesem Thema. Sein Ziel war die
Gründung eines Bökenförder Gesangvereins. Zwanzig sangesfreudige Männer
hatten sich in der Gastwirtschaft A. Kleine (heute H. Struchholz)
eingefunden. Sie folgten den Ausführungen des Lehrers und gründeten den
Bökenförder Männergesangverein. Auch ein Vorstand wurde aus der Mitte
der Anwesenden gewählt: Der erste Vorsitzende war Heinrich Rustige sen.,
zum 2. Vorsitzenden wählte man Anton Lübbers sen., Kassierer wurde Anton
Lübbers jun. und Schriftführer wurde Wilhelm Happe. Lehrer Anton
Oberreuter übernahm die musikalische Leitung des Vereins. In der neunzigjährigen Geschichte des MGV gab es
sieben Vorsitzende: Heinrich Rustige (1921 – 1923), Clemens Steffenbröer
(1923 – 1930), Heinrich Pieper- Niggenaber (1930 – 1951), Karl
Beckschulte (1951- 1961), Bernhard Otte (1961 – 1973), Werner Lübbers
(1973 – 1993) und Alfons Wilmesmeier (seit 1993). Seit Gründung des MGV war immer die Gaststätte
Struchholz Vereinslokal. Aber auch an der Zahl der Dirigenten lässt sich
die Kontinuität des Vereinslebens belegen: In den 90 Jahren waren nur
vier Dirigenten für die musikalischen Geschicke verantwortlich: Anton
Oberreuter (1921 – 1934), Emil Stöwer (1934 – 1959), Herbert Ferber
(1959 – 2005) und seit 2005 Witold Baczkowski. Natürlich sind die 46 Jahre als Dirigent, die
Herbert Ferber geleistet hat, mehr als nur bemerkenswert. Sie waren
prägend in der musikalischen Ausrichtung und der kulturellen Gewichtung
von erweiterten Auftrittsformen wie „kirchenmusikalische Andacht“,
„offenes Singen im dörflichen Raum“ und „dörfliche Konzerte“. Die Verbundenheit des Männergesangvereins mit
Bökenförde zeigt sich aber nicht nur im musikalischen Bereich. So
bringen sich die Sänger auch bei anderen Gemeinschaftsaufgaben ein. Der jetzige Vorstand fühlt sich natürlich der
Tradition des Vereins verpflichtet und führt sie entsprechend fort.
Dennoch haben sich die Verantwortlichen entschlossen, das musikalische
Repertoire stärker als bisher über die traditionelle Männerchorliteratur
hinaus zu öffnen. Auch das Singen in Chorgemeinschaft mit dem
Lippstädter Männerchor und davor mit Cäcilia Lippstadt und Sängertreu
Lippstadt wirkte sich positiv aus. Dieses wurde u. a. deutlich bei der
Teilnahme an „Tage der Chor – und Orchestermusik“ im März 2010 in
Lippstadt. Den 90. Stiftungstag feierte der Bökenförder Männergesangverein am Sonntag, dem 22. Mai ab 10.30 Uhr mit einem kleinen Chorkonzert in der Halle des Sportvereins Alemannia Bökenförde am Puisterweg. Dazu waren die Sänger des „Lippstädter Männerchor“, des MGV „Cäcilia“ Störmede, MGV Sangeslust 1924 Ehringhausen, MGV „Frohsinn“ 1912 e.V. Eickelborn, MGV 1885 Erwitte und des MGV 1934 Bad Westernkotten eingeladen. |